Im Februar, ich weiß nicht wanns genau geschah, auf irgendeines Jungen Drängen, dass Kinder die im Hinterhofe spieletnen, beschlossen, Naumanns fritzchen aufzuhängen.

Sie kannten aus der Zeitung die Geschichten, in denen Mord und Polizei vorkommt. Und sie beschlossen Naumann hinzurichten, weil er so, sagten sie, ein Räuber sei.

Sie steckten seinen Kopf in eine Schlinge. Karl war der Pastor, lamentierte viel un sagt ihm, wenn er schrein anfinge, verdürbe er den anderen das Spiel.

Fritz Naumann äußerte, es sei im nicht bange. Die anderen waren ernst und führten ihn. Man warf den Strick über die Teppichstange. Und dann begann man Fritzchen hochzuziehen.

Er sträubte sich. Es war zu spät. Er schwebte. Dann klemmten sie den Strick am Haken ein. Fritz zuckte, weil er noch ein bischen am Leben war. Ein kleines Mädchen zwickte ihm ins Bein.

Er zappelte ganz stumm, und etwas später verkehrte sich das Kinderspiel in Mord um. Als das die sieben kleinen Übeltäter erkannten, liefen sie fort.

Noch wusste niemand von dem armen kinde. Der Hof lag still. Der himmel war blutrot. der kleine Naumann schaukelte im Winde. Er merkte nichts davon. Denn er war tot.

Frau Wickler die vorbeischlürfte, lief auf die Straße und erhob Geschrei, obwohl sie doch dort nich schreien durft. Und gegen sechs war die Polizei da.

Die Mutter fiel in ohnmacht vor den Knaben. Un beide wurden rasch ins Haus gebracht. Karl, den man festnahm, sagte kalt:"Wir haben es nur wie die Erwachsenen gemacht!"
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